Wir sprechen Ihre Sprache!

Dieser Beitrag wurde am: 30. April 2018 veröffentlicht

Geschrieben von : Linda Mertes

Am 1. Mai 1886 gingen in den USA zum ersten Mal knapp 400.000 Arbeiter auf die Straße, um gegen die schlechten Arbeitsverhältnisse zu protestieren. Sie forderten weniger Arbeitsstunden pro Tag – statt 12 nur 8 Stunden – und einen höheren Lohn. 1890 gingen dann auch in Deutschland Arbeiter auf die Straße, um sich für bessere Arbeitsverhältnisse einzusetzen. 1919 wurde dann der 1. Mai offiziell als Feiertag anerkannt.

Morgen feiern wir den „Tag der Arbeit“. Wir von toolbox nehmen diesen Feiertag zum Anlass, um darüber zu berichten, woher wir unser Verständnis für die nächtliche harte Arbeit in der Kommissionierung der Bäckereien nehmen. Damit wir unseren Kunden die optimale Hilfestellung geben können, absolvieren neue toolboxer in ihren ersten Tagen ein Praktikum in einer befreundeten Bäckerei. Dieses Praktikum soll allen neuen toolboxern sofort zu Beginn dabei helfen, die Verhältnisse der Bäckerei-Versande kennenzulernen. Waren die Praktikanten erst einmal vor Ort und haben alles in Aktion selbst erlebt und aktiv mitgewirkt, können Sie unsere Kunden, die Probleme und die Dringlichkeit der Lösung um ein Vielfaches besser nachvollziehen.

Hier folgt ein kurzer Bericht von Maximilian Gerth, der zum 16.04.2018 bei uns im Helpdesk angefangen hat.


„Ich habe 4 Nächte lang in der Kommissionierung gearbeitet und das immer von 00:00 Uhr – 07:30 Uhr oder auch mal 08:00 Uhr. Bereits gegen 23:30 Uhr bin ich an der Produktion angekommen, damit mir noch genug Zeit blieb, um mich umzuziehen. Um 00:00 Uhr musste ich einstempeln und meine Arbeit beginnen. Ich habe ausschließlich Brote verteilt. Es war nicht leicht, die schweren Behälter durch die Verteilung zu schieben und alle Brote zu verteilen. Die Hitze in der Bäckerei und, dass nicht alles in Körben, sondern teils auch stückweise verteilt wurde, machte die Arbeit schwer und mühsam. Ich kann mir nicht vorstellen, wie müßig die Arbeit mit Lieferscheinen gewesen wäre und war froh darüber, dass ich beide Hände frei hatte. Das hat viel Zeit und Kraft gespart. Meine Pause legte ich immer zwischen 03:00 Uhr und 03:30 Uhr ein und war froh ein paar Minuten sitzen zu können.

Auf die Frage, was ich für meine berufliche Zukunft, insbesondere bei toolbox, mitnehme, kann ich antworten: Ich kenne die Verhältnisse, die nachts im Versand herrschen und kann mich so als Mitarbeiter des Helpdesks besser in die Lage der Kunden versetzen. Ich kenne die Dringlichkeit der Problemlösungen, denn ich weiß jetzt, dass jede Minute zählt. Außerdem ist mir nun richtig bewusst, wie hart und anstrengend die Arbeit in der Verteilung ist und ich habe größten Respekt davor, was dort jede Nacht geleistet wird. Als besonders überraschenden Aspekt empfand ich die Menge der Waren. Mir war nicht bewusst, wie viele verschiedene Artikel produziert und verteilt werden. Ich wusste zwar, dass ein Kommissionier-System Vieles einfacher macht, konnte mir jedoch nicht richtig vorstellen, was ich darunter zu verstehen hatte. Jetzt, nachdem ich es selbst erlebt und angewendet habe, ist mir klar, dass es das Verteilen nicht nur einfacher, sondern auch um vieles effizienter macht. Das würde ich auch sagen, wenn ich kein toolboxer wäre.

Alles in allem bin ich trotz der Anstrengung froh darüber, die Chance dieses Praktikums bekommen zu haben. Nicht nur, dass ich dispotool selbst einmal anwenden und in der Realität erproben konnte. Auch, dass ich jetzt unsere Kunden besser verstehen kann, wird mir helfen, einen optimalen Beitrag zu Problemlösungen leisten zu können.“